Pflegetag Rheinland-Pfalz

Der 2. Pflegetag in Rheinland-Pfalz sorgte am 17.04.2018 für Schwung in der Pflege-Community. Kontrovers, informativ kamen mehr Aussteller und mehr Teilnehmende als 2017 in der Rheingoldhalle in Mainz zusammen.

U. a. wurde die neue Weiterbildungsordnung vorgestellt; der Entstehungsprozess und die Perspektiven für die noch zu erstellenden weiteren Ausbildungen. Die Praxisanleitung ist bereits abrufbereit.

Die Pflegenden selbst, organisieren ihren Berufsstand, beschreiben und formulieren u. a. Kompetenzen, Inhalte und die Rahmenbedingungen.

Ein Novum!

Einen Raum neu betreten, in den viele mitkommen können, um die Attraktivität und das Prestige der Pflege zu stärken. Eine gute Pflege definieren und aus Sicht der zu Pflegenden dafür zu sorgen! Eine gute und verlässliche Qualität – die Hilfe gibt und selbstbestimmt den Alltag meistern lässt.

Eine Aufgabe mit hoher gesellschaftlicher Relevanz!

Eine Grundlage für vertrauensvolle Zusammenarbeit mit zu Pflegenden und Betreuenden.

Unter www.pflegemagazin-rlp.de/fragen-und-antworten-zur-neuen-weiterbildungsordnung

Weiter – bilden

oder wie kommt ’neues‘ Wissen in den Betrieb und die Einrichtung? Das ist doppelt wichtig, für die Betreuung, Begleitung und Kommunikation mit Bewohnern, Patienten, Kunden, Gästen und das eigene professionelle Handeln. Weiter-bilden und Kompetenzzuwachs fällt nicht vom Himmel und wächst auch nicht an Reben-

Reden wir heute über externe Weiterbildungen! Und nehmen wir an, die Phase der Bedarfsentwicklung ist abgeschlossen.

Grundsätzlich sortiere ich Weiterbildung allgemein in zwei Gruppen: Pflicht und Kür

Zur ersten Gruppe zählen die Pflicht-Weiterbildungen mit wiederkehrenden aktualisierten Inhalten, wie z. B. Brandschutz, Hygiene, Erst-Helfer etc. Die Kür mit dem Erwerb von funktions-und fachbezogenen Kenntnissen in einem Spezialgebiet, wie z. B. Validation, palliativ care. Sie erzeugen für die eigenen Angebote und damit für die Zielgruppe einen Mehrwert!

Die Pflicht muss in die Routine und in die Wiedervorlage. Die Kür gehorcht anderen Gesetzen.

Ziele einer Weiterbildung stehen im Mittelpunkt, wenn es um Auswahl und Nutzen für das gedankliche Dreieck -Organisation – Kunde – Mitarbeitende – geht. Eine andere Rollenfunktion im Betrieb einnehmen, bedeutet eine erforderliche Kompetenzerweiterung die ganz unterschiedlich sein kann, wenn zwei Personen die gleiche Funktion übernehmen. Welche Fähigkeiten sollen den Vorrang erhalten: Mitarbeiterführung, Kommunikation und Zusammenarbeit im Team, oder, oder. In jedem Fall nützen transparente Prozesse im Betrieb um Nachvollziehbarkeit und Qualität zu sichern!

Zeitliche Dimensionen spielen neben ökonomischen Aspekten eine weitere wichtige Rolle. Bei vielen Weiterbildungen, wie der oben angesprochenen Erst-Helfer-Weiterbildung gibt es gesetzliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Die Stundenzahl und der Inhalt sind fix. Der Spielraum ist klein und die Entscheidung einfach!

Andere variieren bei Dauer und Inhalt der Weiterbildung. Kompakt in einem Block beispielsweise von 5 Tagen oder 5 einzelne Termine auf einen längeren Zeitraum verteilt. Inhalte vergleichen, bei variablen Vorgaben benötigt mehr Engagement, um das Richtige zu buchen.

  • Wie so oft, die Komplexität tritt zutage, wenn die richtigen Fragen gestellt werden… und beantwortet werden. Wer keine Personalentwicklung im eigenen Betrieb vorhält, kann auf externe Unterstützung zurückgreifen.

Zunehmende Komplexität in den Fachgebieten Pflege und Betreuung braucht weiterführende Grundlagen. Eine Vor-Studie des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e. V. (DIP) in Köln stellte Ende letzten Jahres eine vielfältige und heterogene Struktur im Bereich der Weiterbildungen fest. Den Überblick trüben und die Wahl erschweren zudem die verschiedenen Landes- und privatrechtlichen Regelungen. Weiterbildung gerät zudem gerade durch die neue generalistische Ausbildungsverordnung in den Fokus.
Mehr Informationen (PDF) unter www.bildungsrat-pflege.de

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