PDCA – Zyklus

Ein bekanntes Vorgehen zur Planung und Evaluation ist der PDCA – Zyklus. Damit lässt sich Qualität messen. Ebenfalls als kontinuierliches Prüfen und Bewerten werden situative Veränderungen eingeflochten und tägliches Handeln wird nachvollziehbar. Z. B. wie Pflege – oder Begleitprozesse mit Klienten gestaltet werden, auf welche Resonanz sie stoßen und wie diese Erfahrungen wieder in angepasstes Arbeitsverhalten einfließt. Ein dialogischer Prozess, der zwischen Mitarbeitenden und Klienten, Patienten und, und …nie endet.

Jetzt zum Zyklus selbst! PDCA-Zyklus auch als Deming-Kreis nach seinem ‚Erfinder‘ benannt. Gemeint sind die 4 Begriffe: Plan-Do-Check-Act

Ein Grundmuster das die ‚Vergewisserung des Tuns‘ beinhaltet: Wenn Menschen mit und für Menschen tätig werden, braucht es diese Räume besonders, um den Anspruch an eine professionelle Begleitung und Unterstützung zu erfüllen.

  • PLAN meint die Ist-Situation. Wie stellt sie sich dar und welche gewünschte Qualität also Verhalten, Ablauf, Bedürfnis etc. ist gemeint und gewollt. Das Ergebnis formulieren, dazu bedarf es gerade mit mehreren Mitarbeitenden eines disziplinierten Austauschs. Dazu gehört eine systematische Datenerhebung und eine ebenso konkrete Zielformulierung, die im später folgenden CHECK wichtig wird.
  • DO als nächster Schritt, betrifft die Realisierung der unter PLAN benannten und formulierten Anforderungen. Wie wird das Ziel erreicht. Werden alle am Prozess beteiligten Kolleg*Innen einbezogen? Wie wird vermittelt, was und wie wird gearbeitet.
  • CHECK ermittelt konkret die Zielerreichung, was sich vorne im Schritt PLAN unter gewünschtem Ergebnis findet. Hier wird überprüft, ob die Handlung, das Vorgehen passt. Passt – meint die Kriterien, die benannt sind und die im Einklang und im Dialog mit Konzept, Leitbild, Handbuch als Beispiel stehen Wenn dem nicht so ist, dann geht es direkt wieder zu Schritt 1 PLAN.
  • ACT vertraut darauf, dass diese Vorgehensweise für uns in der Organisation praktikabel ist. Sie beschreibt damit eine Regel oder eine Anforderung, z. B. bei der Betreuung von Personen-Gruppen mit spezifischen Bedürfnissen, die Gruppengröße, die Ausstattung des Raumes, personelle Ressourcen und vieles mehr.

 

 

Damit die Früchte der Arbeit geerntet werden, empfiehlt es sich zwingend, einen Weg der kontinuierlichen Überprüfung des eigenen Handelns einzuschlagen. Gemeinsam und nachvollziehbar; transparent nach innen und außen!

Kontinuierlich statt ‚dann, wenn es brennt‘

Kontinuierlich statt dann, wenn es brennt‘. Erst dann zu handeln, wenn keine andere Wahl bleibt, bewirkt häufig zeitliche Engpässe, angespannte Arbeitssituationen, höhere Fehlerquoten. Die Zeit soll nach dem wieder alles im Lot ist aufgeholt werden und treibt uns geradewegs – wenn wir nicht auf der Hut sind – in die Arme der nächsten akuten Situation.

Den Zusammenhang erkennen, gelingt, wenn wir uns regelmäßige Auszeiten nehmen, um Abläufe genauer anzuschauen.

Die Selbstevaluation kann Kontinuität herstellen. Beim Blick auf die Arbeit nach einem bestimmten Vorgehen. Ein roter Faden, der uns genau dahin führt, wo Diskrepanzen, Disharmonien und Fehler uns hinführen.

Wie eine sprudelnde Quelle, die nicht versiegt, gibt sie die Chance, selbst-bestimmt und im eigenen Diskurs mit den Kolleginnen und Kollegen die bestmögliche Vorgehensweise herausfiltern.

Grundsätze, die in den Empfehlungen zur Anwendung der Standards für Evaluation im Handlungsfeld der Selbstevaluation – das heißt wirklich so – Aufschluss geben: Über wie gelingt es die eigene Arbeit weiter zu entwickeln und zu reflektieren.

Die Ergebnisse sollen kein Geheimnis bleiben. Im Gegenteil, aufgeschrieben und in der jeweiligen Gruppe der Selbstevaluatoren abgestimmt und freigegeben, leisten sie einen Mehrwert für Andere, die ähnliche Situationen erleben.

Wie kommt es zu diesen Ergebnissen?

Vorweg geht es um die methodische Erfassen und Bewerten von Prozessen und Arbeitsergebnissen. In Blick gerät die Praxis – ganz wichtig – als zentraler Aspekt, die Praxis wird reflektiert.

Als Grundlage gehören dazu vier Standards, die deutlich zeigen, wohin die Reise geht.

Nützlichkeit * Durchführbarkeit * Fairness  * Genauigkeit

Parameter die garantieren, das wir auf dem richtigen Weg sind. Ebenso wichtig, sind die Selbstevaluatoren. Wie wird man das? Kein dazu beordern oder verpflichten ist hier gefragt. Sondern die freiwillige Teilnahme wird gefordert – dazu braucht es Vorgesetzte, die dies aushalten, weil ohne ihr Zutun etwas geschieht.

Mit offenem Ergebnis. Ein hohes Vertrauen ist dazu notwendig. Es stärkt Selbst-Wert und wert-schätzt was wir an den Mitarbeitenden haben.

Grund genug, sich näher mit der Selbstevaluation im organisatorischen Kontext zu beschäftigen!